Emil HOLUB (1847-1902), Bohemian-born African explorer, ethnologist, naturalist and cartographer. Autograph manuscript signed (heading part 2), Machau, Panda-ma-Tenka, Alberts Land, Zambezi, December 4 and 5, 1885; 13page in-4 filled with tight handwriting (cracks at folds and fraying); in German (typed transcript attached, 32p.). Report on his exploration of the Zambezi in 1885. Holub recounts his journey, particularly at night, and relates what he hears, what he sees, the pitfalls, the camps set up with his wife and Isaac, the fauna and flora, his companions, the suffering endured, including by the beasts, the difficulties of making his way along the trail, and so on. We quote the beginning: "Eine dunkle Nacht, kein Sternlein am Himmel, die Bäume dicht und nieder, daß unter ihnen auch am mondhellen Abend nur der Schatten der dunklen Fittige lagert. Hie und da, wo eben nicht dichte Büsche oder Bäume kurze Windungen bedingen, schimmert uns verleicht momentan der schwersandige Weg entgegen, längs des wir uns nothdürftig durch das dicht Dorngebüsch drängen. Hand und Stock soll das Hinderniß finden, tasten - entfernen, nur stellenweise, daß das Auge auf einen Schritt die FinsterniB zu durchdringen vermag. Die Fetzen am Leibe kommen nicht mehr in Anbetracht auch die Arme und Fuße nicht, die ja schon von der letzten Nacht u. bei all' dem im Durstlande unum gänglichen nächtlichen Reisen so hart mitgenommen worden, nur auf den Schutz des Antlitzes und der Brust sind wir bedacht. -Dann und wann spricht ein geller Aufschrei, nach dem bei mir oder drüben beim Leeb der Zuruf, mit dem wir die Zugthiere antreiben; auf einige Zeit verstumt, von einem Hackdorne oder einem feindlichen Aststumpfe, welche uns zurücktaumeln machen, uns ununterbrochen Hindernisse bieten. -Von den langen und schweren Zügen abgemattet vermögen die acht Zugthiere nur mit größter Mühe den kleinen eisernen Wagen die tiefsandige Höhe emporzuschleppen. Kaum fünfzig Schritte gegangen bleiben sie stehen, und es bedarf uns res beiderseitigen lautesten Zurufes um sie wieder von der Stelle zu bringen. Und da ist dies erst die zweite Nacht, seitdem sie die letzte Tränke verlassen, wenn auch schon die zweite der vierten Durststrecke. Die Dornen und die quer überhängenden Baumäste gestatten den Gebrauch der Peitsche nicht, der Zuruf unser einziges Mittel, mit dem wir auf das Gespann wirken können. -Endlich, nach einer zweistündigen Fahrt, glaube ich zu zur Linken von dem engspurigen Wege eine Licht zu erkennen; es ist auch in der That eine unbedeutende Blöße; schon hörst du auch den Hieb des Faschirmessers u. den Schlag des Seilesä; die auf der Iichte vorgefundenen Büsche und Bäumchen müssen fallen und weggeschafft werden, bevor ich mit dem Gefärt den Weg verlasse und für die weithin noch zurückgebliebenen Lastwagen hinreichenden Lagerraum hergerichtet habe. Meilenweit haben wir Steppe und Walderas abgebrannt vorgefunden, der Boden unter unsern Füßen ebenso schmerz wie der mit Wolken bedeckte Himmel über unsern Häupten. -Die Arbeit ist vollbracht, wir haben das neue lager bezogen, spannen die Rinder aus den Joche und binden sie an die lange Zugkette fest, während meine Frau und der kleine Isaask halbverbranntes Reisig sammeln um zwei tüchtige feuer zu schaffen; einmal als Abwehr der Raubthiere, dann dem Lager eine Leuchte und endlich mit ihrem Wiederscheine den fernen Gefärthen eine Mahnung, daß das Laggerfeuer lodrn und auch für diesen Tag die Zeit der Rast gekommen sei"... Etc.
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Emil HOLUB (1847-1902), Bohemian-born African explorer, ethnologist, naturalist and cartographer. Autograph manuscript signed (heading part 2), Machau, Panda-ma-Tenka, Alberts Land, Zambezi, December 4 and 5, 1885; 13page in-4 filled with tight handwriting (cracks at folds and fraying); in German (typed transcript attached, 32p.).
Report on his exploration of the Zambezi in 1885.
Holub recounts his journey, particularly at night, and relates what he hears, what he sees, the pitfalls, the camps set up with his wife and Isaac, the fauna and flora, his companions, the suffering endured, including by the beasts, the difficulties of making his way along the trail, and so on. We quote the beginning: "Eine dunkle Nacht, kein Sternlein am Himmel, die Bäume dicht und nieder, daß unter ihnen auch am mondhellen Abend nur der Schatten der dunklen Fittige lagert. Hie und da, wo eben nicht dichte Büsche oder Bäume kurze Windungen bedingen, schimmert uns verleicht momentan der schwersandige Weg entgegen, längs des wir uns nothdürftig durch das dicht Dorngebüsch drängen. Hand und Stock soll das Hinderniß finden, tasten - entfernen, nur stellenweise, daß das Auge auf einen Schritt die FinsterniB zu durchdringen vermag. Die Fetzen am Leibe kommen nicht mehr in Anbetracht auch die Arme und Fuße nicht, die ja schon von der letzten Nacht u. bei all' dem im Durstlande unum gänglichen nächtlichen Reisen so hart mitgenommen worden, nur auf den Schutz des Antlitzes und der Brust sind wir bedacht. -Dann und wann spricht ein geller Aufschrei, nach dem bei mir oder drüben beim Leeb der Zuruf, mit dem wir die Zugthiere antreiben; auf einige Zeit verstumt, von einem Hackdorne oder einem feindlichen Aststumpfe, welche uns zurücktaumeln machen, uns ununterbrochen Hindernisse bieten. -Von den langen und schweren Zügen abgemattet vermögen die acht Zugthiere nur mit größter Mühe den kleinen eisernen Wagen die tiefsandige Höhe emporzuschleppen. Kaum fünfzig Schritte gegangen bleiben sie stehen, und es bedarf uns res beiderseitigen lautesten Zurufes um sie wieder von der Stelle zu bringen. Und da ist dies erst die zweite Nacht, seitdem sie die letzte Tränke verlassen, wenn auch schon die zweite der vierten Durststrecke. Die Dornen und die quer überhängenden Baumäste gestatten den Gebrauch der Peitsche nicht, der Zuruf unser einziges Mittel, mit dem wir auf das Gespann wirken können. -Endlich, nach einer zweistündigen Fahrt, glaube ich zu zur Linken von dem engspurigen Wege eine Licht zu erkennen; es ist auch in der That eine unbedeutende Blöße; schon hörst du auch den Hieb des Faschirmessers u. den Schlag des Seilesä; die auf der Iichte vorgefundenen Büsche und Bäumchen müssen fallen und weggeschafft werden, bevor ich mit dem Gefärt den Weg verlasse und für die weithin noch zurückgebliebenen Lastwagen hinreichenden Lagerraum hergerichtet habe. Meilenweit haben wir Steppe und Walderas abgebrannt vorgefunden, der Boden unter unsern Füßen ebenso schmerz wie der mit Wolken bedeckte Himmel über unsern Häupten. -Die Arbeit ist vollbracht, wir haben das neue lager bezogen, spannen die Rinder aus den Joche und binden sie an die lange Zugkette fest, während meine Frau und der kleine Isaask halbverbranntes Reisig sammeln um zwei tüchtige feuer zu schaffen; einmal als Abwehr der Raubthiere, dann dem Lager eine Leuchte und endlich mit ihrem Wiederscheine den fernen Gefärthen eine Mahnung, daß das Laggerfeuer lodrn und auch für diesen Tag die Zeit der Rast gekommen sei"... Etc.
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Wednesday 5 November 2025・14:00 (Europe/Paris)
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